Mia`s Shaun jetzt mit Levemir

Beratung zur Einstellung mit den Langzeitinsulinen Lantus und Levemir

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#1Beitrag 8. Aug 2017 07:51
Petra Benutzeravatar
Administrator

Beiträge: 13243
Geschlecht: weiblich

Hallo Mia,

ein freundliches Hallo und herzliches Willkommen mit Shaun :welcome1: .

Hier ist dein Thread, in dem du alles zur Einstellung posten und fragen kannst.

In deiner Vorstellung schreibst du, dass du die Blutwerte bekommst. Meinst du das Blutbild?

Misst du selbst den Blutzucker zuhause? Und Hometesting

Ich gehe davon aus, dass du jeweils vor den Spritzen misst.
Die richtige Reihenfolge ist immer: Messen – Füttern – Spritzen.

In der Regel spritzt man die vorgesehenen Einheiten.
Wenn das Tier jedoch PRE-Werte (vor dem Spritzen gemessene Werte)
unter 200 mg/dl hat, sollte eine Insulingabe nur unter äußerster
Vorsicht erfolgen, da die Gefahr einer Hypo zu groß wird.
Unter Caninsulin sollten die Nadir-Werte (tiefster gemessener Wert am Tag)
möglichst nicht tiefer als 100 ~ 5,6 ( 80 ~ 4,4 ) sein.
Wenn dies öfter vorkommt, muss die Dosis reduziert werden.

Grundausstattung findest du auch die richtigen Spritzen für ProZink sind das U40er.

Unser wichtigstes Handwerkszeug, dass du uns zur Einstellung an die Hand geben kannst, ist eine gut und zeitnah geführte Tabelle.

Die meisten unserer User haben ihre Tabellen in Google, das ist die einfachste Möglichkeit.

Wir stellen dir eine Tabelle für die gemessenen Werte gerne zur Verfügung,
dazu brauchen wir nur eine E-Mail-Adresse, die du uns bitte per persönlicher Nachricht oder E-Mail schicken kannst, damit wir dich zum Bearbeiten der Tabelle frei schalten können.

Hier findet man den Link um ein Google-Konto zu erstellen:

Google-Konto errichten

Der Vorgang ist eigentlich selbsterklärend.

Schau dich um, lies dich ein.

Zur Vorgehensweise mit den Insulinen Lantus/Levemir ist der Einstellungsleitfaden ein wichtiges Instrument,
wobei wir diesen nicht starr handhaben, sondern auch die Bedingungen bei Katze und Halter berücksichtigen.

Auf unserer Homepage findest du sehr viele gesammelte Informationen :denken:
auch warum wir kein Caninsulin oder ProZink verwenden.

Ebenfalls findest du Hinweise zu diabetikergeeignetem Futter.

Es wäre sehr wichtig, solange sich der BZ in hohen Bereichen bewegt (über 200), dass du einmal täglich Ketone misst.

Ein Hilfsmittel um kleine Insulin-Mengen aufzuziehen, sind unsere Anlegekärtchen.

Hier findest du die Vorlage zur Erstellung von Anlegekärtchen, diese kannst du aber nur für die Langzeitinsuline Lantus/Levimir/Tresiba verwenden.

Und hier kannst du sehen wie man sie verwendet..

Beim ausdrucken bitte „Originalgröße wählen.

Wir werden dir nach bestem Wissen bei der Einstellung helfen :handschlag: und hoffen, du fühlst dich bei uns wohl.

Ich weiß, momentan ist es alles ein bisschen viel, was auf dich einstürmt,
aber gemeinsam werden wir das schaffen.
Viele Grüße
Petra



Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
(Antoine de Saint-Exupery)

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#2Beitrag 9. Aug 2017 05:28
Carmen Benutzeravatar
Erfahrener Benutzer

Beiträge: 2289
Geschlecht: nicht angegeben
Hallo Mia,

herzlich willkommen hier bei uns.
Hier findest du alles rund um das Thema Diabetes, wenn du Fragen hast, einfach fragen.
Eins der wichtigsten Themen ist das Futtermanagment.
Viele Grüße
Carmen


BZ-Werte Paul

#3Beitrag 9. Aug 2017 07:28

Beiträge: 422
Wohnort: Kiel
Geschlecht: weiblich
Hallo,

danke für das Aufnehmen in die Gruppe.

Ja, ich meinte, dass mir das Blutbild noch zugesandt wird.

Ich hab mit meinem Tierarzt über das messen der Blutwerte mit diesen Geräten gesprochen und er meinte die sind sehr ungenau, wegen dem Stresslevel der Katze. Genaue Werte bekommt man wohl nur, wenn man den Fructosaminwert nimmt, den diese Geräte wohl scheinbar nicht messen. Momentan ist es so, dass ich ihn jetzt auf Diabetikerfutter umstelle, das von Kattovit, welches mein Tierarzt auch abgenickt hat und dass er nach dem Fressen 2 IE Insulin bekommt. Das wird noch nicht seine endgültige Dosis sein, da er ja sehr groß ist.
Er reagiert aber jetzt nach ein paar Tagen schon sehr positiv auf die Behandlung, trinkt nicht mehr ganz so viel, da bin ich sehr froh drüber.

In 2 Wochen wird dann wieder sein Fructosaminwert überprüft.

Über Ketone hab ich ehrlich gesagt mit meinem Tierarzt garnicht gesprochen. Gehören die auch zu den Zuckerwerten?

Von den Symptomen her trinkt Shaun vermehrt (wie gesagt, nicht mehr ganz so viel seit Beginn der Behandlung), ist sonst aber fit. Nicht apathisch oder sonst irgendwelche Symptome von einer Hypoglykämie.

Da ich jetzt erst angefangen habe mit der Behandlung, bin ich immer noch extrem unsicher, grad beim spritzen. Ich hab das Gefühl es prasselt soviel Information auf mich ein das ist sehr schwierig, aber ich will unbedingt lernen und meinem Shaun ein weiteres gutes Leben bescheren. Aber mein Shaun ist wirklich sehr kooperativ. Der kratzt oder beißt nicht und ist mir auch nach dem spritzen nicht böse. Bisher habe ich mich noch nie ernsthaft mit Diabetes beschäftigt, da ich es selbst nicht habe und auch sonst niemanden kenne. Das Grundwissen, dass das was mit der Bauchspeicheldrüse und Insulin zu tun hat, ist das einzige was ich so wusste.

Was mich ein bisschen verunsichert, sind die ganzen Informationen zu Futter und so weiter hier. Ich stell ja nun auf Diabetesfutter um, dass mein Tierarzt auch abgenickt hat, das hier aber verteufelt wird. Mal sehen wie sich die Werte entwickeln, ansonsten schau ich nochmal wegen dem Nassfutter.

Was momentan eigentlich noch am anstrengendsten ist, Shaun davon zu überzeugen wirklich regelmäßig alle 12 Stunden das Futter zu bekommen. Bisher war es nämlich immer so, dass er es gegen 18Uhr bekommen hat und er dann Nachts so ab 2Uhr rumgenervt hat, bis ich dann entnervt aufgestanden bin und ihn gefüttert habe :roll: Da hatte er mich gut erzogen... Nu nervt er die halbe Nacht rum, aber ich stehe nicht auf, wird aber langsam auch besser.

So, das war jetzt auch sehr viel :)

Schöne Grüße aus Kiel, Mia

#4Beitrag 9. Aug 2017 07:44

Beiträge: 422
Wohnort: Kiel
Geschlecht: weiblich
Ich habe nochmal eine Frage, die mir einfällt.

Mein Kater frisst meistens nicht alles Futter auf einmal, eher so 3/4 der Menge, den Rest dann über den Tag verteilt.

Wie verhält sich das dann mit dem Insulin? Ich lasse ihn dann erstmal die Portion fressen bis er nicht mehr möchte und spritze dann die 2 IE. Für die restlichen Kleinmengen die er noch am Tag verteilt frisst, spritze ich dann natürlich nicht mehr.

Macht ihr das auch so? Eigentlich ist das doch nicht optimal, weil er ja dann für die Kleinmengen keine Insulingabe mehr hat, aber wenn er nicht mehr fressen will, kann ich das ja in dem Moment nicht ändern.

Schöne Grüße aus Kiel, Mia

#5Beitrag 9. Aug 2017 07:59
Carmen Benutzeravatar
Erfahrener Benutzer

Beiträge: 2289
Geschlecht: nicht angegeben
Hallo Mia,

Nur mal auf die Schnelle, da ich auf dem Sprung bin. Es wird sich auch noch mal jemand ausführlicher melden.

Das allerwichtigste ist wirklich zu Hause die Blutzuckerwerte zu messen. Ich würde meinem Kater nie im Blindflug Insulin geben. Eine Unterzuckerung kann lebensbedrohliche Folgen haben.
Der Fructoseamin gib dir nur den Durchschnittswert.

Eigentlich ist es perfekt, das Shaun zwischendurch essen haben will. Es ist wichtig mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu füttern.

Beim Futter musst du nur drauf achten, dass es Nassfutter ist und unter 10 % Kohlenhydrate hat. Natürlich Zucker und Getreide frei.
Viele Grüße
Carmen


BZ-Werte Paul

#6Beitrag 9. Aug 2017 20:38
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Hallo Mia,
:smilie_welcome: im Forum. Ich finde deine Einstellung gut, dazulernen zu wollen. Ohne Frage, es ist sehr viel, was da an Neuem auf einen zukommt. Aber du schaffst das, wenn du es nur richtig willst. Und ich garantiere dir, bei den Mädels hier im Forum bist du in den allerbesten Händen!
Meine Fine hat die Diagnose im November letzten Jahres bekommen. Es war ein tierisch steiniger und schwerer Weg- aber wenn du siehst, welche Veränderung dein Tier macht, ist es JEDE Mühe wert!

Du hat im ersten Post viele Dinge angesprochen, die sehr wichtig sind. Als erstes wäre es enorm wichtig, dass du den Blutzucker (BZ) mit einem Glukometer messen lernst. Ist gar nicht so schwierig, wenn Shaun so ein Lieber ist. Frag mal in der Apotheke nach einem kostenlosen Gerät. Ich habe das von Bayer (Contour next) damals von der Apo geschenkt bekommen. Und das ist ziemlich genau! Der Fruktosaminwert wir im Labor bestimmt und bildet den Durchschnitt der letzten ca. 14 Tage. Aber damit kannst du aktuell nichts anfangen, du benötigst täglich die aktuellen Werte. Und wenn du selbst misst, dann hat Shaun auch nicht den Stresspegel, den er beim Tierarzt (TA) hat, wenn du mit ihm in die Praxis fahren musst und ihm jedesmal eine Kanüle Blut abgezapft wird. Außerdem ist das Hometesting die erste und wichtigste Voraussetzung für eine gute Einstellung. Schau nochmal in die Infos, die dir Petra geschickt hat.

So, für heute erstmal genug Info, morgen mehr.

:smilie_gutenach:
BZ_Finchen

Liebe Grüße von Finchen und Lilli

#7Beitrag 9. Aug 2017 20:56

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Danke für eure Antworten :)

Es ist einfach ein neuer Weg denk ich. Kommt mit der Zeit. Ich liebe meinen Kater und will ja, dass es ihm gut geht. Insofern werde ich da natürlich dran arbeiten.

@lilli Du sagtest ja, deine Diagnose kam im November. Hat es sich denn bei deiner Fine alles gut eingestellt, oder gabs da schon Rückschläge?

Schöne Grüße aus Kiel, Mia

#8Beitrag 9. Aug 2017 21:12
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Wie ich schrieb, es war (und ist noch) ein steiniger Weg mit ETLICHEN Rückschlägen. Darauf musst du einfach gefasst sein, denn ein Tier kannst du nicht wie eine mathematische Formel berechnen. Und dann kommt es natürlich auch noch darauf an, ob vielleicht weitere Erkrankungen im Spiel sind, die man so auf den ersten Blick nicht erkennt. Bei Fine hieß die Baustelle Zähne. Aber seit ca. einem Monat geht es ständig bergauf. Ich kann förmlich jeden Tag zuschauen, wie es ihr besser geht- welch ein Unterschied zu November!!!! Wenn du Lust hast, schau dir mal die Tabellen in den Signaturen an. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, wann man misst und wie das Futtermanagement aussieht.
Wenn ich bei Fine gespritzt hätte, ohne sie ständig und regelmäßig zu messen, wäre sie mir wahrscheinlich mehrfach in eine Hypo abgerutscht.

Hab einfach Geduld und Vertrauen in die Ratschläge, die man dir hier gibt :handschlag:
So, jetzt aber ab ins Körbchen, muss um 4:20 Uhr aufstehen....
BZ_Finchen

Liebe Grüße von Finchen und Lilli

#9Beitrag 10. Aug 2017 06:30
Petra Benutzeravatar
Administrator

Beiträge: 13243
Geschlecht: weiblich

Die meisten Futter, die von TÄ empfohlen werden ( Royal Canin, u.a.) sind leider nicht geeignet, da sie einen oft hohen Kohlehydratanteil haben und Zucker und Getreide enthalten. Oft auch wesentlich teurer, als herkömmliche Futter, die geeignet und im Handel zu kaufen sind.
Diätetisch sollte man unbedingt auf eine kohlenhydratarme Kost achten! (unter 10% KH, kein Zucker und Getreide und Kein Trockenfutter!).

Hinweise zu diabetikergeeignetem Futter.

Hier findest du einen Kohlehydrat-Rechner : futter-f49/kohlenhydratrechner-fur-androidgerate-t63.html

Ein Mensch, der an Diabetes erkrankt ist, muss regelmäßig seine Blutzuckerwerte messen. Nur so kann man zu hohe oder zu niedrige Werte erkennen und die Insulindosis bestimmen. Keinen Blutzucker zu messen, ist wie russisch Roulett, denn man verabreicht „blind“ eine Insulin-Dosis, die zuwenig sein kann und dann Folgeerkrankungen nach sich zieht oder zuviel Insulin, welches in einer Hypoglykämie enden kann und schlimmstenfalls den Tod der Katze zur Folge hat.
Bei seinem eigenen Kind würde man auch nicht blind spritzen.
Home-Monitoring ist stressfreier als es dein TA behauptet, denn Zuhause ist es eine gewohnte Umgebung , in einer TA-Praxis hat die Katze Stress.
Es gibt mittlerweile auch Blutzuckermessgeräte für Tiere, bei denen aber leider die Teststreifen sehr teuer sind und daher greifen wir auf seit Jahren bewährte Messgeräte aus der Humanmedizin zurück.

Hometesting

ProZink ist ein recycelte Wiederauflage eines synthetisch (gentechnisch) hergestellten Insulins, welches 2x täglich im 12 Std-Abstand verabreicht wird. (das sollte auch im Beipackzettel stehen, den du hast). In der Humanmedizin gilt diese Insulin-Variante als veraltet. Deshalb empfehlen wir und viele renommierte diabeteserfahrene TÄ die Verwendung eines Langzeit-Insulins (LZI) , da es dem Stoffwechsel der Katze zuträglicher ist und eine höhere Chance auf eine Remission wahrscheinlicher ist.

Mach dir doch einfach mal die „Mühe“ und lies auf unserer Homepage nach, denn da ist bereits sehr viel erklärt : Auf unserer Homepage findest du sehr viele gesammelte Informationen :denken: auch warum wir kein Caninsulin oder ProZink verwenden.
Viele Grüße
Petra



Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
(Antoine de Saint-Exupery)

© Ohne meine Genehmigung untersage ich, meine Beiträge u. Fotos außerhalb dieses Forums zu verlinken oder zu zitieren.

#10Beitrag 10. Aug 2017 07:40

Beiträge: 422
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Ich mach die letzten Tage wohl wenig anderes als mir die 'Mühe' mich zu informieren. Was denkst du denn? Die Diagnose macht mir Angst und macht mich verzweifelt, aber im Endeffekt, kann ich mich doch erstmal nur daran halten was mein Tierarzt sagt, der leitet ja die Behandlung

Was mir am meisten Sorgen bereitet, sind die finanziellen Aspekte. Ich hab ein bisschen Angst darüber zu schreiben, weil bestimmt viele denken, Sie WILL das Geld für die Behandlung nicht ausgeben. Ich hab nur Angst, dass ich es schlicht und einfach nicht kann, da ich Grundsicherung beziehe und ich nicht weiß, wie ich so eine Behandlung über lange sicht stemmen kann. Ich hab mir mal die BZ Tabelle von Fienchen angeschaut. Das waren 217 Meßwerte in einem Monat, also 217 Teststreifen. Das sind über 100€ monatlich nur an Teststreifen und es gibt ja auch noch andere Kosten.

Ich hab gegooglet ob es irgendwelche finanzielle Unterstützungen gibt, hab aber nicht wirklich was gefunden. Ich bin momentan sehr verzweifelt. Mein Shaun ist meine Familie.

Falls jetzt jemand schreiben will, 'wenn ich mir ein Tier nicht leisten kann, soll ich mir keins anschaffen' und mich damit verurteilt, bitte...

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