Cortison-Behandlung Wissenswert

Fragen zu Medikamenten
Wichtig! Bei Diagnose Diabetes sind viele Medikamente kontraindiziert.
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Petra Benutzeravatar
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Zu Beginn einer Behandlung mit Cortison kann es durchaus ratsam sein dass man 2x täglich die Tabletten gibt (meistens für max. 2-3 Wochen bis die Symptome verschwinden). Diese sollten aber nach einiger Zeit soweit reduziert werden, dass die Katze mit der kleinstmöglichen Dosis keine Symtome mehr hat. Das nennt man „ausschleichen der Dosis“.

Dazu verringert man im Lauf der Wochen langsam die Dosis, man tastet sich an
die geringste mögliche Dosis heran. Die anfängliche Dosis sollte man 1 bis 2
Wochen so geben. Dann geht man runter auf 1 Tablette jeden 2. Tag abends.
Das dann wieder 1 - 2 Wochen lang so geben (vorausgesetzt, die Symthome verschlechtern sich nicht, dann muß die Dosis wieder erhöht werden).
Es ist günstiger, jeden 2. Tag eine höhere Dosis zu geben als jeden Tag eine
geringere Dosis.
Man veringert die Dosis (ausschleichen), indem die Dosis immer um die Hälfte reduziert wird.

Warum ist das günstiger?
Die Nebennierenrinde der Katze produziert Hormone, darunter auch das
körpereigene Cortisol, das ist so ziemlich dasselbe wie Cortison in Grün, nur
eben körpereigen, sowie andere Hormone, die zur Steuerung diverser Körper-
vorgänge nötig sind. Wenn die Nebennierenrinde nun ständig mit künstlichem
Cortison versorgt wird, dann hört sie irgendwann auf zu arbeiten, sie
ermüdet, das nennt man Nebennierenrindenatrophie.

Wenn man aber das Cortison nur alle 2 Tage gibt, dann hat der Körper 12
Stunden "frei" davon, denn Prednisolon hat eine Halbwertszeit, d.h. Wirkung
von 36 Stunden. In diesen 12 freien Stunden kann die Nebennierenrinde ihre
Arbeit wieder aufnehmen - das ist sehr wichtig.

Bei einer Langzeittherapie, wie sie oft bei Asthma, Allergien, Leberschäden oder chronischen Gelenksentzündungen notwendig ist, ist es überlebenswichtig, die Nebennierenrinde immer wieder zum selbstständigen Arbeiten anzuregen. Denn, falls sie dies verlernt, entgleisen die Leber - und Nierenwerte, weil diese Organe auf die Steuerungshormone verzichten müssen und irreparabel geschädigt werden. Auch der Blut Calzium - und Phosphor - Spiegel unterliegt (u.a.) der Steuerung durch die Nebenniere. Bei einer fehlerhaften Cortisonbehandlung besteht deshalb das Risiko der Knochenentkalkung ( = Knochenweiche). Als Spätfolge bildeten die behandelten Tieren ein so genanntes "Cushing Syndrom" aus, eine Unterfunktion oder sogar ein vollkommenes Versagen der Nebennierenrinden

Cortison Langzeitpatienten müssen regelmäßig (mindestens alle 6 Monate) durch Blutuntersuchungen überwacht werden.
Viele Grüße
Petra



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danke liebe Petra :knuddeln:
Liebe Grüsse
Jeannette

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