Mykotherapie - Heilen mit Pilzen?!

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Mykotherapie - Heilen mit Vitalpilzen

Pilze sind eine eigenständige Gattung. Sie verwandeln das Sonnenlicht nicht mittels Photosynthese in Chlorophyll wie Pflanzen und ihre Zellwände bestehen nicht aus Zellulose, sondern aus Chinin, dem Material, aus dem der Panzer der Insekten besteht - sie sind jedoch nicht beweglich. Dennoch sind sie mehr dem Tier verwandt, da sie, genau wie Tier und Mensch, Stoffwechselvorgänge mittels Enzymen in Gang bringen.


Um welche Pilze geht es in der Mykotherapie?

Es geht in der Pilzheilkunde nicht um Mikropilze, wie z.B. Candida albicans, ein Pilz, der die Darmflora unterstützt, oder um Pilze, die wir aus der Schulmedizin kennen, wie Penicillin. Sondern es geht um die sog. Makro- oder Ständerpilze. Pilze, die sich aufstellen (z.B. im Wald oder auf Wiesen) und ein sogenanntes Mycel (Wurzelwerk in der Erde) besitzen.


Die Pilze beinhalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe wie Terpene und vor allem Polysaccharide (Mehrfachzucker). Gerade diese Polysaccharide, die Beta-Glukane sind für die Hauptwirkung der Immunmodulation verantwortlich.

Die Hauptwirkung der Pilz-Glukane ist auf Zellebene erst teilweise erforscht. Sie wirken nicht nur modulierend, also aktivierend oder besänftgend auf das Immunsystem, sondern beeinflussen auch die Ausscheidungen, den Stoffwechsel, Durchblutung, Entzündungsgeschehen und Säure-Basen-Haushalt in den Geweben.

Die zweite wesentliche Substanzklasse stellen die Triterpene dar. Sie sind in der Natur weit verbreitet und haben einen charakteristischen ätherischen bitteren Geschmack.

Die Triterpene wirken anti-allergisch indem sie die Histamin-Ausschüttung hemmen, die Leberentgiftung verbessern, den Blutdruck senken und antibakteriell sowie antiviral wirken.

Die Vitalpilze enthalten essentielle Aminosäuren, die Vitamine der B-Reihe, wichtige Mineralien und essentielle Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Selen. Gerade letztgenannte Spurenelemente werden von wichtigen Entgiftungsenzymen wie Superoxid-Dismutase und Glutathion-Peroxidase benötigt.

Die Entgiftung kann aber auch direkt durch verschiedene Enzyme aktiviert werden.

Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff ist das Adenosin, welches gefäßerweiternd wirken kann und die Durchblutung am Herzen verbessert.

Neben den typischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma, Herzinfarktprophylaxe, Leberstörungen, Übergewicht, Nervenschwäche und Schlafstörungen, finden die meisten Heilpilze ihre Verwendung in der begleitenden Tumortherapie.

Die Pilze gehören zu der Substanzklasse der Adaptogene, von denen es nur wenige gibt, wie z.B. noch Rhodiola rosea oder Ashwaganda aus dem Ayurveda.


Das ist eine weitere charakteristische Eigenschaft der Heilpilze: Sie sind adaptogen.
Adaptogen bedeutet, sie passen sich an die Gegebenheiten an. Sie zielen mit ihrer Wirkung genau darauf, wo der Körper eine Schwachstelle hat und setzen dort mit ihrer Heilkraft an. Das bedeutet auch, dass der gleiche Pilz sehr unterschiedlich bei verschiedenen Menschen wirken kann. Adaptogen bedeutet überdies, dass der Pilz keine neue Komponente, wie Nebenwirkungen, Streß o.ä., hinzufügt.

Die Heilpilze sind sanft, stressen den ohnehin geschädigten Organismus nicht zusätzlich und passen sich an die Erfordernisse des jeweiligen Systems

Ihre Rolle bei der Unterstützung der Homöostase ist zu unterstreichen.

Homöostase bedeutet:

Am Gleichgewicht des Organismus interessiert. Homöostatische Wirkweisen sind Prozesse, die alle Stoffwechselvorgänge des Körpers miteinander harmonisieren und in Balance halten oder bringen.


Was sind Polysaccharide und warum sind sie so wichtig?
Zu den interessantesten und inzwischen gut untersuchten Inhaltsstoffen der Vitalpilze gehören die Polysaccharide (Mehrfachzucker), die vorwiegend als Gerüst- und Speichersubstanzen in Pilzen vorkommen und ein vielversprechendes Wirkpotenzial aufweisen. Polysaccharide (hierzu gehören auch die Beta-Glucane)sind maßgeblich für die ausgleichende Wirkung der Vitalpilze verantwortlich. In diesem Sinne sind sie als „biological response modifiers“ zu verstehen.

Hochwertige Vitalpilzextrakte werden auf Polysaccharide standardisiert. Ein guter Polysaccharidwert liegt zwischen 20 und 30%, da hier durch die Extraktion die natürliche Zusammensetzung des Pilzes nicht wesentlich verändert wird.


Was sind Beta-Glucane?
Beta-Glucane sind Polysaccharide mit einer speziell verzweigten Struktur. Sie rücken immer wieder in den Mittelpunkt verschiedener Studien und sind die wohl am besten untersuchten Polysaccharide der Pilze.
Was ist das Besondere an Beta-Glucanen?
Beta-Glucane haben eine besondere Struktur, die sich helixförmig darstellt. Diese Struktur ermöglicht diesen pilztypischen Polysacchariden sich wie bei einem Schlüssel-Schloss-Prinzip in die T-Zellen einzubringen und so die „Türe“ zum Immunsystem zu öffnen.
Die Polysaccharide aus Getreide, Hefe und Stärke haben einen Alpha Typ mit linearer Struktur, der diese Möglichkeit für das Immunsystem nicht bietet.


Pilze stellen eine ernst zu nehmende alternative Heilmethode für die verschiedensten Erkrankungen/Symptome dar. Sie besitzen nachweisbare und mittlerweile gut erforschte Wirkstoffe, die einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung und Genesung von Mensch und Tier leisten können. Die Wirkung der Vitalpilze ist ganzheitlich. Das Ziel der Mykotherapie ist nicht der schnelle, sichtbare Erfolg, sondern die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Gesundheit, der sogenannten Homöostase, d.h. der Organismus erlangt wieder sein Gleichgewicht.



( Quelle MykoTroph)
(Quelle: Gesundheitspraxis Hasloh)
(Quelle GfV)
(Quelle Hawlik Vitalpilze)
Viele Grüße
Carmen


BZ-Werte Paul

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Erfahrungen mit Vitalpilzen

Mit der Mykotherapie können Tiere bei den verschiedensten Erkrankungen wie bakteriellen, fungiziden und viralen Pathologien sehr wirkungsvoll unterstützt werden. Aber auch in der Tumortherapie, bei Autoimmunkrankheiten und bei metabolischen Entgleisungen kann der Einsatz von Medizinalpilzen beachtliche Erfolge erzielen.

Bei uns wurde bis vor einigen Jahren nur Penicillin verwendet, welches bekanntlich aus Schimmelpilzen hergestellt wird.


Katzen und Diabetes
Katzen erkranken meist am Diabetes Typ II.
Zur Therapie gehört eine konsequente Futterumstellung. Zusammen mit der Gabe von Heilpilzen wird so eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels erreicht, so dass Insulingaben langfristig unnötig werden.



Coprinus
Dieser Vitalpilz trägt nachweislich zur Regulation des Blutzuckerspiegels bei, indem er die Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse anregt. Seine Bioaktivstoffe (Polysaccharide) schützen außerdem vor Ablagerungen in den Blutgefäßen. Das im Coprinus enthaltene Vanadium wirkt, eingenommen als Pilzpulver vom ganzen Pilz, insulinähnlich. Beim Diabetes Typ II sollte der Coprinus zusammen mit dem Maitake eingenommen werden


Agaricus blazei Murrill
Auch der ABM kann Untersuchungen zufolge zu einer deutlichen Senkung der Blutzuckerwerte führen. Er zeichnet sich durch besonderes antientzündliche Potenzial und seine Modulation des Immunsystems aus.

Maitake
Der Maitake unterstützt nicht nur die Zuckerverwertung in den Körperzellen, sondern kann auch den Fettstoffwechsel regulieren, der bei vielen Diabetikern ebenfalls gestört


Heilpilze sollten über einen längeren Zeitraum genommen werden. Um sichtbare Erfolge zu erzielen ist die Einnahme mindestens drei Monate beizuhalten.

( Quelle MykoTroph)
(Quelle GfV)
Viele Grüße
Carmen


BZ-Werte Paul

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So sieht Paul sein Therapieplan aus

Therapievorschlag Paul 29.07.2016

Vitalpilze:
1. ABM-Cordyceps-Mischung/Nr.342 (u.a. bremst Zuckeraufnahme und unterstützt Nierenfunktion)
2. Coprinus-Maitake-Mischung/Nr.347 (u.a. Blutzucker regulierend und Fett abbauend)
Einschleichend beginnen mit ¼ Kapsel Agaricus blazei murrill (ABM) pro Tag (bereits erhalten)
Danach 1.Woche: ABM-Cordyceps-Mischung ¼ Kapsel pro Tag,
Coprinus- Maitake-Mischung ¼ Kapsel pro Tag
2.Woche: ABM-Cordy.-Mischung ½ Kapsel + Copr.-M.-Mischung ½ Kapsel tgl.
3.Woche: ABM-Cordy.-Mischung 1 Kapsel + Copr.-M.-Mischung 1 Kapsel tgl. = Enddosis
Es können Erstreaktionen (z.B.Juckreiz,Blähungen) auftreten, dann einige Tage pausieren und mit geringerer Dosis neu starten. Kapseln auf den Tag verteilen. Zur Einnahme am besten Kapsel öffnen und ins (Naß-)Futter mischen. Einnahmedauer mindestens 3 Monate. Erste Verbesserungen können aber schon häufig in den ersten zwei Wochen bemerkt werden. Sollte sich nach einem Monat noch kein Abbau der Fettpolster bemerkbar machen, bitte die Coprinus-Maitake-Mischung auf zwei Kapseln täglich erhöhen für einige Wochen.
Viele Grüße
Carmen


BZ-Werte Paul

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Hallo Carmen,
ich habe mich vor einigen Jahren auch schonmal mit Heilpilzen 'beschäftigt'.
Aber nur sehr oberflächlich.
Ich bin wirklich gespannt, ob es den gewünschten Erfolg hat.
Wie bringst du das alles in den Paul rein, oder ist er nicht zickig?
Liebe Grüße
Marlies und Sternchen*Niki*


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Hallo Carmen,
ich habe mich vor einigen Jahren auch schonmal mit Heilpilzen 'beschäftigt'.
Aber nur sehr oberflächlich.
Ich bin wirklich gespannt, ob es den gewünschten Erfolg hat.
Wie bringst du das alles in den Paul rein, oder ist er nicht zickig?






Hallo,
Momentan sind wir noch beim einschleichen. Die 1/4 ABM mische ich einfach unter das Futter. Gestern und heute hat er nicht gemeckert.👍
Werde es später auf mehrere Mahlzeiten verteilen.
Ein Pilz ist wohl etwas bitter..... das werde ich sehen, wenn es soweit ist.

Erwarte diese Woche noch ein Buch von einer THP....
Hattest du Erfahrungen machen können?
Viele Grüße
Carmen


BZ-Werte Paul

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Ich hatte das für mich in Betracht gezogen, nein, keine Erfahrungen
Liebe Grüße
Marlies und Sternchen*Niki*


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Hallo Carmen,



das ist sehr Interessant, ich hoffe da dein Paul schön seine Näpfchen leert und bin gespannt wie es wirkt. Meine Daumen und Mickis Pfötchen sind gedrückt :daumen: :daumen: :katze-daumenhoch: :katze-daumenhoch:
Liebe Grüße
Ute mit Micki


BZ-Tabelle Micki


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